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Bebauunsplanverfahren in Kamp-Lintfort

Wo die Stadt Baugrundstücke plant

Das Planungsamt möchte 2022 zehn Bebauungsplanverfahren vorantreiben, davon befassen sich sieben Projekte mit der wohnbaulichen Entwicklung. Drei Neubauten sollen an der Nimmendohrstraße entstehen.

Sechs Bebauungspläne hat die Stadt Kamp-Lintfort 2021 zur Rechtskraft gebracht: Dazu gehört unter anderem das Bauvorhaben der v. Bodelschwinghschen Stiftungen, die auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Lintfort an der Fasanenstraße eine Betreuungseinrichtung errichten möchten. Bereits seit März 2021 ist auch der Bebauungsplan für 86 Wohneinheiten in Doppel- und Reihenhäusern am Volkspark rechtskräftig. 2022 stehen im städtischen Planungsamt zehn Planverfahren auf der Agenda. Darunter befinden sich sieben, durch die neuer weiterer Wohnraum in der Kloster- und Hochschulstadt entstehen soll. Der Grafschafter gibt einen Überblick.

Hoerstgen-Süd Auf einer bisher gewerblichen genutzten Fläche zwischen Dorfstraße und der Straße Zum Langerhof möchte ein Bauherr aus Krefeld fünf Einfamilienhaus-Grundstücke entwickeln. Die gewerbliche Nutzung der Fläche ist laut Stadtverwaltung ausgelaufen.

Altsiedlung Dort möchte die Stadt Planungsrecht für den Wohnungsbau auf einem nicht mehr benötigten Parkplatz schaffen. Wie die Verwaltung im letzten Stadtentwicklungsausschuss mitteilte, will dort ein Vorhabenträger drei Doppelhäuser errichten. Vier Wohneinheiten sollen öffentlich gefördert werden. Aktuell, so die Stadtverwaltung, werde das städtebauliche Konzept durch den Investor konkretisiert.

Nimmendohrstraße An der Moerser Straße / Ecke Nimmendohrstraße will die Stadt Planungsrecht für den Wohnungsbau auf einem ehemaligen Tankstellen-Grundstück schaffen. Wie aus der Vorlage zum Stadtentwicklungsausschuss hervorgeht, ist die Stadt aktuell mit einem Investor im Gespräch, der drei Wohngebäude mit voraussichtlich 68 Wohneinheiten entwickeln möchte. Mit der Änderung des Bebauungsplans soll die planungsrechtliche Grundlage für die Umsetzung des Vorhabens geschaffen werden.

Vinn-, Ring- und Kattenstraße Die Stadt setzt ihre Planungen für den Wohnungsbau auf dem Areal des ehemaligen und inzwischen nicht mehr benötigten DJK-Sportplatzes fort. Derzeit stehe die Stadtverwaltung mit einem Vorhabenträger im Gespräch, der die Fläche als Projektträger entwickeln möchte. Auch dort solle ein größerer Anteil an geförderten Wohnungen entstehen. Eine Offenlage ist laut Verwaltung für die zweite Jahreshälfte 2022 angedacht.

Kamper Berg Im Bereich das Jahre lang leerstehenden Edith-Stein-Hauses am Kamper Berg tut sich ebenfalls etwas. Das Haus wurde seit den 1970er-Jahren bis ins Jahr 2004 durch den Karmeliter-Orden als Jugendbildungsstätte und Landjugendheim genutzt. Nachdem 2021 dort die Abrissarbeiten gestartet waren, konnte die Stadtverwaltung, wie aus der Ausschussvorlage hervorgeht, dort mit einem Bauverein ein Bebauungskonzept für ein sozial-integratives Wohnprojekt mit voraussichtlich 23 Wohneinheiten abstimmen. Zudem sollen im Bereich des ehemaligen Edith-Stein-Hauses fünf bis sechs weitere städtischen Wohngrundstücke für Einzel- und Doppelhäuser entstehen. Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung ist schon für die erste Jahreshälfte geplant.

Stadtquartier Friedrich Heinrich Das bislang größte Vorhaben auf Kamp-Lintforter Stadtgebiet, für das Planungsrecht geschaffen werden muss, liegt auf dem ehemaligen Zechenareal an der Friedrich-Heinrich-Allee. Auf den Flächen, die südlich des Quartiersplatzes liegen, will ein Investor 1000 Wohneinheiten errichten. Er hatte die Fläche 2021 von der RAG Montan Immobilien erworben (RP berichtete). Parallel dazu werde auch der Planbereich im Norden weiter bearbeitet, heißt es in Ausschussvorlage. Die Offenlage für den südlichen Teil ist für die erste Jahreshälfte anvisiert. Für den nördlichen Teil ist die zweite Jahreshälfte angedacht.

Spielplätze Wie bereits berichtet, plant die Stadtverwaltung, acht nicht mehr genutzte Spielplätze in den Kamp-Lintforter Wohngebieten für den Wohnungsbau umzuwidmen und zu vermarkten. Dazu gehören unter anderem die Plätze am Zeisigweg, an der Elster- und Cambraistraße, an Schul- und Ahornstraße. Hinzugekommen sind eine Fläche an der Dorfstraße in Hoerstgen sowie eine weitere an der Rheinberger Straße im Niersenbruch. An der Bürgermeister-Schmelzing-Straße ist laut Stadtverwaltung sogar die Errichtung eines mehrgeschossigen Wohngebäudes möglich.