Für Bauherren ist die Hausfassade oft ein Aushängeschild für Ihre Immobilie 
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Für Bauherren ist die Hausfassade oft ein Aushängeschild für Ihre Immobilie

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Hausfassade

Die Verkleidung des Hauses, die Fassade, ist in der Regel das Erste, was Fremde sehen, wenn sie ein Wohnhaus betrachten. Für die Bauherren ist es daher ein Aushängeschild für Ihre Immobilie und wird in der Regel gehegt und gepflegt. Schon in der Bauphase ist es daher wichtig, sich für eine Fassadenart zu entscheiden, die nicht nur optisch in die Umgebung passt, sondern darüber hinaus auch möglichst pflegeleicht ist. Bei der Auswahl kommt es auf die verschiedenen Materialien an. Es steht eine umfassende Auswahl zur Verfügung, mit der eigentlich alle Wünsche und Ansprüche erfüllt werden können. Welche Unterschiede gibt es zwischen den Fassadenarten und was muss sonst noch beachtet werden?

Fassadenarten: Welche Hausfassaden gibt es?

Wer sich in Deutschland umschaut wird wohl in den allermeisten Fällen die klassische Klinker-Fassade finden. Der Look aus den roten Backsteinen ist gemeinhin bekannt und wenig überraschend, bietet dafür aber eine solide Arbeit und eine sehr einfache Pflege, wenn es einmal zu Beschmutzungen kommt. Die Welt der Hausfassaden ist aber deutlich komplexer als dass sie einfach nur aus dem System der Klinkersteine bestehen würde. Neben der Klinkerfassade ist die Fassade aus Putz wohl die Variante, die am meisten in Deutschland gefunden werden kann. Sie bietet ein wenig Spielraum bei der Kreativität, ist wenig anspruchsvoll in der Pflege und darüber hinaus preislich recht günstig zu erhalten. Dazu kommt, dass sie eine neutrale und saubere Optik für die Betrachter bietet.

Sicherlich auch durch das neue Bewusstsein in Hinblick auf Ökologie und Umwelt ausgelöst, sind es zuletzt besonders natürliche Stoffe, die stärker in den Fokus der Bauherren rücken. Fassadenkonstrukte aus Holz oder sogar aus Pflanzen sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Während bei Holz noch auf eine eigene Konstruktion gesetzt werden kann, sind grüne Fassaden meist unterstützt durch eine andere Fassadenart. Da könnte beispielsweise massiver Beton genutzt werden, der die Basis für die Begrünung der Hausverkleidung gibt. Alles in allem sind aber viele Alternativen zum klassischen Putz oder dem Klinker vorhanden und besonders bei Häusern in der Natur sind die natürlichen Stoffe für die Fassadengestaltung derzeit besonders gefragt.

Vorteile der einzelnen Fassadenarten: Holz, Putz oder Klinker?

Bei der großen Auswahl an Möglichkeiten kommt es natürlich darauf an, dass man Fassadenmaterialien findet, die genau den eigenen Ansprüchen entsprechen. Ein Blick auf die Vorteile der Klassiker aus diesem Bereich, kann besonders in Hinblick auf eventuelle Pflege und Kosten bei der Entscheidung für den eigenen Bau helfen:

Putzfassaden: Als echter Klassiker unter den Fassadenmaterialien hat sich Putz natürlich zigfach bewährt und wird daher immer eine gute Auswahl für das eigene Haus sein. Vor allem die geringen Kosten sind ein Grund dafür, dass sich noch immer viele Bauherren für diese Variante entscheiden. Folgekosten gibt es quasi keine und auch der Bedarf bei der Pflege ist recht gering. Nach etwa zwanzig Jahren muss überlegt werden, ob die Fassade einen neuen Anstrich benötigt, da natürlich auch hier irgendwann die Witterung ihre Spuren hinterlässt - das sind aber Kosten nach der Anschaffung, die man durchaus als vertretbar einstufen kann.

Klinker: Die Klinkerfassaden wissen vor allem durch ihre Robustheit zu überzeugen. Kaum ein Material verträgt so viel Witterung und ist so beständig gegen jede Form von äußeren Einflüssen. Durch moderne Belüftungssysteme können sie darüber hinaus einen wichtigen Anteil zur Isolierung des Heims beitragen. Dafür muss im Vergleich mit etwas höheren Kosten gerechnet werden, die sich allerdings noch im Rahmen halten. Es gibt zudem inzwischen einen guten farblichen Spielraum - der klassische Look aus roten Backsteinen ist nicht mehr die einzige Wahl, die man in diesem Bereich für die Gestaltung des Heims zur Verfügung hat.

Holz: Der Trend zum Holz ist besonders unter dem Eindruck neuer ökologischer Ansprüche entstanden. Es passt natürlich, dass auch das Holzhaus an sich derzeit voll im Trend liegt. Die Fassade aus Holz lässt sich aber an beliebigen Bauprojekten anbringen. Der größte Vorteil ist dabei die ökologische Herstellung und die Nutzung von natürlichen Materialien. Gerade hier kommt aber ein gewisser Aufwand bei der Pflege hinzu, der einen neuen Anstrich etwa alle fünf Jahre nötig macht. Dafür gibt es eine weite Preisspanne, da am Ende vor allem das gewählte Holz über die Kosten entscheiden wird.

Beton: Im Vergleich mit den anderen Materialien ist Beton ein eher neuer Trend beim Fassadenbau. Es gibt eine breite Spanne an Preisen, die hier verlangt werden - was mitunter an der Frage liegt, ob es Fertigteile sind, oder individuell erstellt werden muss. Dafür gibt es einen sehr modernen Look mit einem sehr geringen Aufwand bei der Pflege und natürlich eine enorm solide Fassadenarbeit.

Neben diesen klassischen Varianten kommen auch Glasfassaden oder begrünte Fassadenarbeiten zum Einsatz. Diese sind aber in der Regel noch nicht wirklich bei privaten Bauprojekten im Einsatz.

Was kostet eine Hausfassade?

Die Kosten für die Hausfassaden orientieren sich primär an der Größe und den ausgewählten Materialien. Ein besonderes Beispiel sind dabei die Fassaden aus Holz. Es kommt hier darauf an, welches Fassadenholz es denn sein soll. Da die Holzkosten in den letzten Jahren deutlich nach oben gegangen sind, kann es inzwischen durchaus sein, dass Kosten zwischen 20 und 120 Euro pro Quadratmeter entstehen können. Dazu kommt, dass der erste Anstrich in der Regel der Imprägnierung dient und daher noch einmal mit einem entsprechenden Aufwand verbunden ist. Dafür hat man danach eine der wohl schönsten Fassaden und das auch noch aus ökologisch nachhaltigen Materialien.

Beim Putz ist man in der Regel mit deutlich weniger finanziellen Aufwand dabei. Im Schnitt kostet der Quadratmeter hier etwa 40 Euro. Die Kosten können sich natürlich erhöhen, wenn die Fassadenarbeiten auch in den zweiten Stock gehen. Selbst die Aufwendungen für einen neuen Anstrich nach knapp zwei Jahrzehnten sind überschaubar. Das ist einer der Gründe, warum sich auch heute noch so viele Bauherren für den Putz entscheiden und sehr zufrieden mit diesen Arbeiten sind.

Ein ähnliches Prinzip wie bei einer Holzfassade ist auch bei den Arbeiten mit Klinker zu bemerken. Hier kommt es stark darauf an, für welche Materialien man sich entscheidet und welche Möglichkeiten das eigene Haus bietet. Tatsächlich ist aber vor allem die Montage der leicht vorgelagerten Klinkerfassade der teuerste Punkt. In den meisten Fällen kann man aber auch hier recht entspannt mit knapp 40 Euro pro Quadratmeter kalkulieren. Da danach so gut wie keine Folgekosten für die Instandhaltung mehr entstehen, kann sich die Klinkerfassade langfristig sogar als eine der günstigsten Varianten für das eigene Heim erweisen.

Das Fazit zum Thema der Hausfassaden

Am Ende des Tages sind bei der Entscheidung für einen Fassadentyp natürlich unterschiedliche Faktoren von Bedeutung. Die einen achten weniger auf den Preis und wollen dafür mit natürlichen Materialien arbeiten, für andere kommt es darauf an, dass sie eine solide Arbeit bekommen, die sich innerhalb des Budgets bewegt. Bevor man die Entscheidung endgültig trifft, sollte man sich bei einem Experten umfassend beraten lassen. Hier hat man nicht nur die Möglichkeit, die unterschiedlichen Materialien aus der Nähe zu begutachten und auch einmal anzufassen, sondern sich auch wichtige Tipps für die Wartung und die Pflege zu holen. Gerade mit Blick auf das ökologische Bewusstsein und die Debatte rund um Nachhaltigkeit, sind es in letzter Zeit aber vor allem die Holzfassaden, die bei vielen neuen Bauprojekten genutzt werden.