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Preisspiegel
Autor: Uwe Vetter -

Solingen teures Pflaster für gebrauchte Immobilien

Laut Immobilienpreisspiegel der Landesbausparkasse (LBS) sind die Preise für gebrauchte Immobilien im vergangenen Jahr in der Klingenstadt deutlich gestiegen. Die Preise liegen über NRW-Durchschnitt.

Die Immobilienpreise sind in die Höhe geschnellt. Nach Berechnungen der Landesbausparkasse (LBS) ist Solingen dabei ein teures Pflaster. Denn in der Klingenstadt kostete im vergangenen Jahr beispielsweise ein gebrauchtes Eigenheim durchschnittlich 580.000 Euro. „Das entspricht 10,7 ortsüblichen Jahresnettoeinkommen eines Haushalts“, hat LBS-Gebietsleiter Georg Görnert auf der Grundlage der empirica Preisdatenbank berechnet. Mit 489.500 Euro waren gebrauchte Reihen- und Doppelhäuser günstiger. Die Belastung der Käufer lag hier bei neun Jahreseinkommen.

Eigentumswohnungen aus zweiter Hand lagen in Solingen im vergangenen Jahr bei 2701 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Durchschnittspreis für eine komplette Wohnung betrug 209.000 Euro, was 3,8 Jahreseinkommen entspricht. Vor rund zehn Jahren konnten Bürger in Solingen noch für 6,2 Haushaltseinkommen ein gebrauchtes Eigenheim kaufen. Die niedrigen Finanzierungszinsen können den Preisanstieg nur teilweise auffangen. Görnert: „Umso mehr brauchen wir eine verlässliche Wohneigentums-Förderung, damit auch die nächste Generation die Chance auf die eigenen vier Wände hat.“

Zum einen habe die Corona-Pandemie den erhöhten Platzbedarf gerade junger Familien gezeigt. Zum anderen sei die selbst genutzte Immobilie ein wesentlicher Rentenbaustein, der im Schnitt 600 Euro Mietentlastung bringe, so der Immobilienexperte.

Im LBS-Immobilienpreisspiegel wurden die Preise für gebrauchte Immobilien (Eigenheime, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen) nrw-weit unter die Lupe genommen. Für NRW insgesamt wurde bei den Eigenheimen im vergangenen Jahr ein durchschnittlicher Preis von 408.000 Euro errechnet – nach 370.000 Euro im Jahr 2020. Gebrauchte Reihenhäuser kosteten bezogen auf das Bundesland im Duchschnitt 360.000 Euro (Vorjahr 325.000 Euro), bei Eigentumswohnungen wurde ein Quadratmeterpreis in Höhe von 2525 Euro (2178 Euro) festgestellt.

Allerdings gibt es in den verschiedenen Regionen von NRW deutliche Preisunterschiede. Das Bergische Land gehört dabei durchaus zu den höherpreisigen Regionen. 486.500 Euro waren hier im durchschnitt im vergangenen Jahr für ein gebrauchtes Eigenheim zu zahlen – rund 40.000 Euro als im Jahr 2020. Erheblich höher liegen die Preise in dieser Rubrik laut LBS in den Städten Köln, Bonn und Düsseldorf. fürs gebrauchte Eigenheim sind hier 571.500 Euro (Vorjahr 489.000 Euro)) zu zahlen.

Die Nachbarstädte Remscheid und Wuppertal sind aus Immobiliensicht jedenfalls auch keine Niedrigpreisstädte. So kosten in Remscheid laut LBS-Immobilienpreisspiegel gebrauchte Häuser knapp 460.000 Euro (399.000 Euro), die gebrauchten Reihenhäuser wurden hier mit 395.000 Euro (320.000 Euro) veranschlagt, bei Eigentumswohnungen waren es 2132 Euro je Quadratmeter (1643 Euro).

In Wuppertal sind die Immobilienpreise ebenfalls noch günstiger als in der Klingenstadt. Etwa 550.000 Euro wurden in der Nachbarstadt für gebrauchte Eigenheime errechnet. Gebrauchte Reihenhäuser schlugen mit 412.000 Euro zu Buche, Eigentumswohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 2062 Euro.