Haus als Wertanlage 
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Haus als Wertanlage

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Immobilienverkauf
Autor: Sabine Meuter -

Haus zu verkaufen: Lage bestimmt Preis

Das eigene Zuhause ist gefühlt besonders teuer: Es hat Arbeit gemacht, Erinnerungen sind damit verbunden. Aber wie viel ist die Immobilie anderen wert? Manches können Besitzer selbst herausfinden.

Die Entscheidung ist gefallen, das Haus oder die Eigentumswohnung soll verkauft werden. Doch was ist die Immobilie überhaupt wert?

Erste Anhaltspunkte bekommen Eigentümer anhand von Anzeigen über vergleichbare Hausverkäufe in ihrer unmittelbaren Umgebung. „Aber Vorsicht, der Angebotspreis muss nicht der tatsächliche Verkaufspreis sein, Abweichungen können sich sowohl nach oben als auch nach unten ergeben“, sagt Kathrin Reinhardt vom Verbraucherschutzverein Wohnen im Eigentum.

Den reinen Grundstückswert eines Hauses ermitteln Immobilienbesitzer über den sogenannten Bodenrichtwert. Man findet ihn meist im Netz oder durch Nachfrage beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte der jeweiligen Gemeinde, erklärt Sibylle Barent vom Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland.

Mieter will nicht jeder mit übernehmen

„Natürlich ist es ein gewaltiger Unterschied, ob sich eine Immobilie in einer Stadt oder auf dem Land befindet oder ob es sich um ein Seegrundstück oder um ein Grundstück an einer Hauptstraße handelt“, sagt der Berliner Immobilienmakler Michel Sawall. Und nicht nur die Lage bestimmt den Wert. Auch die Nutzung spielt eine Rolle - je nachdem, wer das Haus kaufen will. „So lassen sich vermietete Wohnungen nur schwer an Selbstnutzer verkaufen“, sagt Reinhardt. Dagegen haben Kapitalanleger naturgemäß ein größeres Interesse an vermieteten Objekten, sofern die Mieter eine gute Bonität haben.

Der Wert einer Immobilie bemisst sich auch nach seiner Energieeffizienz. Neue Fenster oder eine moderne Heizungsanlage sind etwa wertsteigernd. „Bei einem zeitnah geplanten Verkauf sollten Eigentümer aber genau prüfen, ob sich das mit Blick auf einen möglichen Mehrerlös wirklich noch lohnt und in der verbleibenden Zeit bis zum Verkaufstermin auch sicher umsetzbar ist“, sagt Sibylle Barent.

Altmodische Bäder können den Wert senken

Ungünstige Raumaufteilungen oder Spezialausstattungen können dagegen den Wert der Immobilie mindern. Nämlich dann, wenn sie dem potenziellen Käufer keinen Mehrwert bieten oder dessen Geschmack verfehlen. „Ein Badezimmer aus Marmor mit goldenen Wasserhähnen zum Beispiel galt für einige in den 1980er Jahren als chic, trifft aber heutzutage nicht mehr den Zeitgeist“, hat Makler Sawall beobachtet. Gleiches gelte für bestimmte Teppichböden.

„Generell gilt, dass beim Verkauf einer Immobilie sehr häufig Bad und Küche zur Disposition stehen, weil sie nicht mehr als angesagt gelten oder die neue Hausherrin ihre Vorstellung verwirklicht wissen will.“