Ferienhäuser 
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Auf diese Regeln kommt es an

Urlaub rückt für viele gerade wieder in greifbare Nähe. Fehlt nur noch die passende Unterkunft. Bei der Suche nach Haus oder Ferienwohnung gilt es jedoch, genau hinzusehen.

Das Geschäft mit den Ferienhäusern und Appartements floriert. Allerdings ist der Kauf einer Ferienimmobilie mit einigen Risiken behaftet. In den deutschen Urlaubsgebieten steigen die Kaufpreise und gute Lagen sind knapp. Nicht überall ist das Vermieten erlaubt und nicht immer erweist sich die Ferienimmobilie als rentabel. Der Deutsche Ferienhausverband hat einige Grundregeln gebündelt, die Käufer unbedingt beachten sollten.

1. Business-Plan für Transparenz: Eine Ferienimmobilie ist nicht mehr nur Herzensangelegenheit, sondern Rendite-Objekt und Altersvorsorge. Wer professionell vermieten will, sollte einen soliden Businessplan aufstellen. In diesen Plan gehören Informationen zur anvisierten Urlauberzielgruppe, zu Mitbewerbern im lokalen Tourismusumfeld, die Unternehmens- und Marketingstrategie sowie eine solide Finanzplanung.

2. Die Rechtslage vor Ort berücksichtigen: Ob eine Vermietung erlaubt ist, erfragen Kaufinteressenten am besten bei der zuständigen Baubehörde. „Als vorsichtiger Ferien- immobilienkäufer würde ich mich derzeit noch auf Ortsteile fokussieren, die speziell für die Fremdenbeherbergung vorgesehen sind“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Sonst könnte auf eine Investition schnell die Ernüchterung erfolgen.“

3. Lage entscheidet nicht allein über die Rentabilität: Je stärker das Angebot in einer bestimmten Region wächst, desto wichtiger die Nähe zu Strand und Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings sind die Kaufpreise für Ferienimmobilien in 1A-Lagen in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen, während Mietpreise nur moderat angezogen haben. „Zum kleinen Einmaleins der professionellen Vermietung gehört es, Kaufpreise und zu erwartende Mieteinnahmen gegenzurechnen“, weiß auch Göran Holst, stellvertretender Vorsitzender des DFV. „Eine Ferienimmobilie auf Sylt ist vielleicht dreimal so teuer wie auf Fehmarn und lässt sich ganzjährig vermieten. Allerdings sind die Mieten nicht proportional höher als anderswo. Das schmälert die Rendite.“ Wer in der Lage Abstriche macht und Investitionskosten spart, kann mit einem außergewöhnlichen Ambiente punkten. „Urlauber legen Wert auf eine gehobene Ausstattung. Mit Sauna und Kamin lässt sich die Auslastung für das ganze Jahr erhöhen.“

4. Je mehr Eigenleistung, desto höher die Rendite: Wer seine eigene Arbeitsleistung einbringt, spart Geld. „Neuinvestoren dürfen nicht vergessen, dass eine Ferienwohnung wechselnde Gäste beherbergt und sich Einrichtungsgegenstände schneller abnutzen. Vermieter sollten daher einmal im Jahr die wichtigsten Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten vornehmen, damit es nicht zu einem Renovierungsstau kommt“, sagt Wann. Um die Kosten zu decken, sollten etwa zehn Prozent der Mieteinnahmen als Rücklagen dienen.