<p class="fotocredit" style="line-height: 18px; min-height: 18px; padding: 0px; margin: 0px; border-left: 5px solid transparent; max-width: calc(100% - 50px); font-size: 16px; font-family: arial_hiddenchars, arial_replace, Arial !important; width: 1250px !important;">Max Schultheis ist City Lead Düsseldorf & Rhein-Ruhr der CBRE GmbH.​</p> 
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Max Schultheis ist City Lead Düsseldorf & Rhein-Ruhr der CBRE GmbH.​

 

Kolumne

Neue Rechnung – neue Chancen

Steigende Zinsen und hohe Baukosten setzen Immobilienfinanzierungen unter Druck. Gerade bei anstehenden Anschlussfinanzierungen reicht es deshalb nicht, nur auf den neuen Zinssatz zu schauen. Entscheidend ist, ob die Immobilie wirtschaftlich, technisch und mit Blick auf ihre künftige Nutzung weiterhin tragfähig ist.

Die niedrigen Zinsen vergangener Jahre haben vieles möglich gemacht: das Eigenheim ebenso wie große Immobilieninvestitionen. 2021 lagen neue Wohnungsbaukredite mit langer Zinsbindung teils nur knapp über einem Prozent. Heute bewegen sich vergleichbare Finanzierungen grob um 3,5 bis vier Prozent. Bei 500.000 Euro Darlehen können drei Prozentpunkte rund 15.000 Euro zusätzliche Zinsen pro Jahr bedeuten. Doch damit nicht genug: Gleichzeitig sind die Baupreise kräftig gestiegen. Seit 2021 verteuerten sich Neubauten nach Daten des Statistischen Bundesamtes um rund 40 Prozent. Selbst notwendige Sanierungen und Umbauten wurden seither deutlich teurer. Doch allein auf Baukosten und Zinsen zu blicken, greift zu kurz. Entscheidend ist: Was kann die Immobilie künftig leisten? Passen Nutzung und Mieten noch zum Markt? Welche Potenziale stecken in den Flächen? Welche Investitionen sind notwendig? Wie ist der technische und energetische Zustand? Gerade bei der Anschlussfinanzierung auslaufender Kredite müssen Planung und Technik, Erträge und Kosten sowie das Marktumfeld ganzheitlich betrachtet werden. Was planerisch und technisch sinnvoll ist, muss sich rechnen – und was jetzt finanziell machbar ist, muss auch langfristig zum Gebäude und zur Nutzung passen. Die Suche nach der optimalen Anschlussfinanzierung, nach dem neuen Kredit, ist somit auch die Gelegenheit für einen ehrlichen Blick auf die Immobilie. Wer die komplexen Zusammenhänge versteht, kann ihre Chancen und Risiken verlässlich einschätzen.

Max Schultheis

Der Autor ist Inhaber der MXS Real Estate Consulting.