Kolumne

Innovationen sind gefragt

Die Immobilienvermarktung steckt digital fest, während andere Branchen längst im KI-Zeitalter angekommen sind. Warum ein Umdenken überfällig ist – und wie eine neue Plattform aus der Praxis entstanden ist.

Künstliche Intelligenz verändert Branchen im Eiltempo, nur die Immobilienvermarktung verharrt vielfach im Modus der frühen 2000er-Jahre. Menschen scrollen durch starre Listen, Immobilienportal-Anbieter liefern eingeschränkte Formate zu hohen Kosten sowohl für Nutzer als auch für Anbieter von Immobilien. Der Wohnungsmarkt wirkt heute wie ein geschlossenes System, beherrscht von wenigen großen Plattformen, die Preise, Abläufe und Erwartungen bestimmen. Doch gerade in der täglichen Praxis wird sichtbar, wie sehr diese Strukturen an den Bedürfnissen eines Marktes im Umbruch und moderner Nutzer vorbeigehen.

Deswegen haben wir als Brancheninsider aus der Immobilienwirtschaft in Düsseldorf beschlossen, nicht länger nur zuzuschauen. Die Frage, die alles auslöste: Wie sähe Immobilienvermarktung aus, wenn man sie heute radikal aus Nutzersicht neu denken würde? So entstand MYHOME: nicht als weiterer Abklatsch des Marktführers, sondern als Alternative, die aus Frust und Praxiswissen geboren wurde. Eine Online-Plattform, die wegführt von verstaubten Anzeigen hin zu einem dynamischen Video-Feed, der Immobilien verständlicher, nahbarer und zeitgemäßer zeigt. Weniger Hürden, mehr Transparenz. Weniger Profitlogik, mehr Fairness. Weniger Frust, mehr Erlebnis.

Unser Appell: Der Wohnungsmarkt braucht Innovationen, die entlasten – keine, die bestehende Hemmnisse vergrößern. Veränderung beginnt oft klein. Aber sie beginnt.

Philipp Wadenpohl

Der Autor ist Managing Director und Co-Founder der MyHome Media GmbH.