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Häufige Fragen rund um die Heizkosten einer Wohnung

Neben der Heizmethode – Gas, Öl, Fernwärme, usw. – beeinflussen auch Baujahr und Sanierungsstand des Wohnhauses, die Wetterverhältnisse und das allgemeine Heizverhalten die Höhe Ihrer Heizkosten. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Heizkosten für Wohnungen verschiedener Größen als durchschnittlich gelten, wie sich die Heizkosten berechnen und ob sie in der Nebenkostenabrechnung erscheinen.

Was beinhalten die Heizkosten?

Heizkosten (für Warmwasser und Raumwärme) werden üblicherweise nicht in den Mietpreis einkalkuliert, sondern innerhalb der Neben- bzw. Betriebskosten abgerechnet. Sie setzen sich aus den Brennstoff-, Liefer- und Heiznebenkosten zusammen und müssen mindestens zur Hälfte vom tatsächlichen Verbrauch abhängen. Die Heiznebenkosten beinhalten unter anderem Wartungs- und Reinigungskosten, Kosten der Abgasmessung und Verbrauchserfassung sowie die (meist) geschätzten Kosten des Betriebsstroms.

Gehören Heizkosten in die Betriebskostenabrechnung?

Läuft Ihre Heizung über eine zentrale Gebäudeheizung, erhalten Sie eine Heizkostenabrechnung von Ihrem Vermieter bzw. der Hausverwaltung oder direkt vom Versorger. Oft wird diese gesondert geliefert. Sie kann aber auch Bestandteil der Betriebskostenabrechnung sein. Der Abrechnungszeitraum darf 12 Monate nicht überschreiten und die Abrechnung muss dem Mieter innerhalb eines Jahres nach Ablauf dieses Zeitraums vorliegen.

Sind die Heizkosten in der Warmmiete enthalten?

Die Warmmiete setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der Kaltmiete und allen Nebenkosten. Die Nebenkosten beinhalten im Normalfall auch die Heizkosten. Sie gelten dann als warme Nebenkosten, während Kosten für die Müllentsorgung beispielsweise zu den kalten Nebenkosten gerechnet werden. Stromkosten werden hingegen meist direkt mit dem Versorger abgerechnet und nicht in die Warmmiete inkludiert.

Wie berechnet man die Heizkosten in einer Mietwohnung?

Wer sich auf die jährlich zu zahlenden Heizkosten einstellen und vorbereiten möchte, kann diese zumindest grob schon vorab berechnen. Dazu multiplizieren Sie lediglich den Endenergieverbrauch in Kilowattstunden (pro qm und Jahr) mit der Wohnfläche (in qm) und dem Rohstoffpreis (in Euro pro Kilowattstunde). Der Endenergieverbrauch geht aus dem Energieausweis hervor und bezieht sich auf den Verbrauch der letzten drei Jahre.

Wie hoch sind die Heizkosten für eine 2-Zimmer-Wohnung?

Im Jahr 2020 beliefen sich die Heizkosten für Erdgas auf 9,80 Euro pro Quadratmeter. Öl kostete die Mieter durchschnittlich 8,90 Euro, Fernwärme 12,40 Euro und das Heizen mit Wärmepumpe 10,40 Euro. Wer mit Holzpellets heizt, konnte mit etwa 7,90 Euro rechnen. Holzschnitzel kosteten den Mieter durchschnittlich 6,80 Euro. Seit Anfang 2022 verzeichnet Deutschland einen rapiden Anstieg der Heizkosten.