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Energieberatung für Bürger

FDP will Überflüge für Wärmekataster in Kempen

Laut FDP könne die Verwaltung dadurch die Bewohner noch effektiver über Energiesparmöglichkeiten zu informieren und erhalte durch die Bilder einen Anhaltspunkt, der bei einem Gespräch mit Bürgern auch das Sparpotenzial darlege.

Nachdem die Stadt Kempen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Düsseldorf nun eine für Bürger kostenfreie Energieberatung auf den Weg gebracht hat, die am 15. März startet, will die FDP Klarheit darüber bekommen, wie gut oder schlecht private und gewerbliche Immobilien in Kempen gedämmt sind. Sie beantragt deshalb Überflüge, um mit Wärmebildkameras die Qualität der Dämmung aus der Luft zu untersuchen und so den damit verbundenen Energieverlust zu überprüfen.

Solche Überflüge gibt es auch in anderen Städten. Die Kempener FDP verweist beispielsweise auf ein Vorhaben der Stadt Kleve, durch Überflüge ein Wärmekataster zu erstellen. „Wir hörten, dass die Stadt Kleve ihr Stadtgebiet mit einer Wärmebildkamera überflogen hat, um Hauseigentümern einen Eindruck zu vermitteln wie diese ihr Dämmung im Dachbereich energetisch effizienter gestalten können“, teilte Silas Milch von der Kempener FDP mit. So bekomme die Verwaltung die Möglichkeit, Bewohner noch effektiver zu informieren und erhalte durch die Bilder einen Anhaltspunkt, der bei einem Gespräch mit Bürgern auch das Sparpotenzial darlege. In einem Gespräch könne man den Bestand prüfen, Verbesserungen vorschlagen und gemeinsam Fördermittel von Bund und Land abrufen, wirbt die FDP in Kempen für ihren Vorschlag. Effektiver könne Klimaschutz vor Ort nicht gestaltet werden. „Wir müssen aber für den Überflug eine Kosten-Nutzen-Abwägung haben, die uns nur die Verwaltung geben kann“, so Milch weiter. Auch der Datenschutz spiele dabei eine wichtige Rolle, ergänzt FDP-Ratsherr Jörg Boves: „Wir fordern deshalb von den Fachleuten ein Einschätzung, inwiefern wir effektiven Klimaschutz in unserer Stadt voranbringen können. Ein Überflug wäre eine zielgerichtete Investition in Richtung eines klimaneutralen Kempens. Wir sind auf die Antworten gespannt, aber auch auf die konstruktiven Anregungen der anderen Fraktionen.“